Die volkswirtschaftlichen Kosten der Russland-Sanktionen für Deutschland und die EU
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10.12.2020 в 19:19


Am 9. Dezember legte die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf (IHK Düsseldorf) eine Studie zu den Auswirkungen der Russland-Sanktionen auf die Entwicklung der deutschen und der EU-Wirtschaft vor.

Die Studie wurde vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (IFO) im Auftrag mehrerer deutscher Industrie- und Handelskammern und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durchgeführt.
 
Die Russland-Sanktionen kosten die deutsche Wirtschaft jedes Jahr 5,45 Milliarden Euro an BIP-Wachstum. Für die Europäische Union summieren sich die Kosten auf 21 Milliarden Euro. Eine im Rahmen der Studie durchgeführte Unternehmensbefragung hat darüber hinaus gezeigt, dass im verarbeitenden Gewerbe der Maschinenbau sowie die Kfz- und Chemie-Industrie am häufigsten von den Russland-Sanktionen beeinträchtigt sind.
 
Das Fazit von Professor Dr. Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft und Verfasserin der Studie, lautet: „Alle Beteiligten würden von der Aufhebung der EU-Russland Sanktionen profitieren – am stärksten dabei Russland. Innerhalb Deutschlands würden alle Bundesländer wirtschaftlich etwas davon haben, vor allem die ostdeutschen.“
 
„Die Studie zeigt einmal mehr, dass Sanktionen ökonomisch betrachtet nur Verlierer zeitigen – und das auf beiden Seiten. Würden die Sanktionen verschärft, würden die ökonomischen Verluste steigen, würden sie gelockert, könnten wieder mehr Umsätze generiert werden“, so Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, abschließend.
 
Quelle:
https://www.duesseldorf.ihk.de/presse/aktuell/ihk-duesseldorf-stellt-studie-vor-4978772 

Der vollständige Text der Studie ist unter folgendem Link verfügbar:
https://www.sihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/4979886/5ed8077229fa36561337b443b82a386c/russlandstudie-1--data.pdf
 
Am 9. Dezember veranstaltete die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf auch eine Online-Diskussion zu den Ergebnissen der Studie. Eine Aufzeichnung der Diskussion finden Sie unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=4UJ0I5rKqx4&feature=youtu.be